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Nur drei Worte – Rezension

Es ist ein seltsam subtiles Gespräch – fast merke ich gar nicht, dass ich erpresst werde.

Zitat Seite 1

Nur drei Worte ist ein unglaublich tolles Buch. Ich habe es jetzt zum zweiten Mal gelesen, um die Geschichte noch mal aus einer anderen Sichtweise zu erleben, aber dazu später mehr. 

Cover: 

Das Cover gefällt mir von den Grundfarben sehr gut, auch die beiden Jungen auf der Schaukel ist eine süße Idee. Der Buchtitel hätte meiner Meinung schöner gewählt werden können. Im großen und ganzen ein schönes Cover. 

Inhalt: 

Simon ist ein ganz normaler Highschool-Schüler an der Creekwood High in einem Vorort von Atalanta. Er hat viele Freunde dazu zählen vor allem Abby, Nick und Leah. Alles könnte so schön normal sein, wenn er nicht dieses riesengroße Geheimnis hätte. Denn Simon ist schwul und niemand weiß davon; nicht sein Eltern, nicht seine Freunde oder Geschwister. Nun niemand ist nicht ganz richtig. Denn da gibt noch Blue. 

Datum: 2. Dezember 17:02

Betreff: Ich sollte …

… einen Essay für Englisch schreiben. Aber ich schreibe lieber dir. Ich sitze in meinem Zimmer, und ich habe ein Fenster direkt neben meinem Schreibtisch. Draußen ist es so sonnig, es sieht so aus, als müsste es richtig warm sein. Ich habe das Gefühl, ich träume.

Zitat Seite 108

Simon und Blue stehen seit einiger Zeit im E-Mail-Kontakt, natürlich alles anonym. Beide wissen nicht wer der andere ist. Im Fortschreiten der Geschichte geben beide gewollt und ungewollt immer mehr Hinweise zur wahren Identität. 

Blue ist in dieser Hinsicht sehr bedeckt und hat Angst vor einer tatsächlichen Begegnung bzw. zu verraten oder nur annähernd Hinweise zu geben, wer er wirklich ist. Simon dagegen ist da ganz anders. Er ist relativ schnell breit für ein Treffen. 

Doch Blue`s Zögern ist nicht Simons Hauptproblem. Dies stellt sich in der Person von Martin Addison dar.

Oh Mann. Ich schätze, ich habe Martin für harmlos gehalten. Ein etwas tapsiger Nerd, um ehrlich zu sein, aber das ist ja an sich nicht schlimm. Ich fand ihn im irgendwie witzig. Aber jetzt lache ich nicht mehr. 

Zitat Seite 10

Martin findet Simons Geheimnis heraus, dass er schwul ist und weil er eine große Verliebtheit auf Abby hat, nutzt er dieses auch gleich aus. Simon soll bei Abby ein gutes Wort für ihn einlegen bzw. ihn ab und zu in die Gruppe einbringen. Das Simon alles andere als begeistert von dieser Situation ist, ist kaum überraschend. Weigern kommt für ihn jedoch nicht in Frage, denn Martin war klug genug und hat Beweise in Form von Screenshot von Simons und Blue`s Mails gemacht. Simons größte Angst ist nicht mal geoutet zu werden, sondern dass Blue den Kontakt einstellen könnte, wenn er herausfindet, dass Martin davon weiß. 


Kritik: 

Tatsächlich habe ich das erste mal im Kino von diesem Buch gehört, als ich den Trailer zum Film „Love Simon“ sah. Der Trailer hatte mir damals schon gefallen, aber wie es ja meist so ist, sind die Buchverlagen immer besser. Also habe ich mir das Buch bestellt und wurde absolut nicht enttäuscht. 

Die Handlung um Blue, Simon und seine Freunde ist spannend und so liebenswürdig, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Die Mails, welche Blue und Simon austauschen sind so schön geschrieben, dass man von ihnen gar nicht genug bekommt. 

Beide Charaktere wachsen einen sofort ans Herz. Dies gilt jedoch nicht nur für Simon und Blue, auch Abby und Simons Schwestern sind einen sofort sympathisch. Nick als bester Freund fand ich etwas zu kurz gekommen, seine Charakterbeschreibung ist: bester Freund auch wenn man immer wieder von Simon zu spüren bekommt wie wichtig er ihm ist. Als bester Freund kam er für mich trotzdem nicht zur Geltung. Auch mit Leah konnte ich persönlich nicht viel anfangen. Ich fand sie hauptsächlich zickig und feindselig, gerade gegenüber von Abby, welche ich wiederum total mochte. Vermutlich kommt meine Abneigung ihr gegenüber auch genau daher. Leah und ihre Verliebtheit für Nick, spielt für ihre Charakterisierung auch eine große Rolle. Vielleicht ändert sich meine Meinung, wenn sie über Nick hinweg ist, was ich mir im zweiten Teil, – „Ein Happy End ist erst der Anfang“  – ganz gut vorstellen könnte. 

Fazit:

Dieser Roman hat mich von Anfang bis Ende zu 100% überzeugt. Die Charaktere waren überzeugend und liebenswürdig. Gerade Simon und Blue waren vor allem am Ende absolut süß und zum dahinschmelzen. Ich kann dieses Buch einfach nur empfehlen und raten wenn man es gelesen hat, es noch ein zweites Mal zu tun. Denn dann weiß man wer Blue ist, und man kann die Geschichte noch mal aus einem anderen Blickwinkel genießen. 

Ich vergebe für „Nur drei Worte“ volle Herzenanzahl. 

❤❤❤❤❤

Zusatz / Unterschiede zum Film: 

Nach dem ich den Film gesehen und anschließen das Buch ein zweites mal gelesen habe sind mir doch relativ viele Unterschiede aufgefallen. Zum einen hätten wir da die Tatsache, dass Simon im Film nur eine Schwester hat und zwar Nora. Im Buch hat Simon noch eine ältere Schwester. Im weiteren ist Simon auf der Party im Buch absolut nicht betrunken, dieser Umstand erfolgt in einer anderen Szene, welche ich mir für den Film wirklich gewünscht hätte. Es gibt weitere Unterschiede, jedoch möchte ich diese nicht aufführen, da sie zur Enthüllung von Blue`s Identität führen würde. Ich persönlich finde das Buch besser, aber auch der Film hat mich dank der tollen Schauspieler überzeugt. 

Andere Infos:

Autorin: Becky Albertalli

Verlag: Carlsen

Preis Hardcover: 16,99€

Seitenanzahl: 320

Erscheinungsdatum: 26.02.2016

Kaufoptionen: Carlsen oder Amazon

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