Allgemein,  Rezension

Rezension Royal Blue

Cover:

Als ich das englische Cover gesehen habe, war ich hellauf begeistert. Ich meine es ist komplett rosa und zwei coole Typen sind auch noch mit drauf. Was will man(n) mehr. Als ich dann auf der Internetseite vom Knaur Verlag das Cover in einem Blau gesehen habe, war ich wirklich enttäuscht. Gut, dass es dann doch dem Original angeglichen wurde. 

 

Königsschlacht:

Prinz Henry und der Präsidentinnensohn

prügeln sich auf der königlichen Hochzeit.


Zitat Seite 28

 

Inhalt: 

Alex Clairmont-Diaz oder auch nur der Präsidentinnensohn genannt trifft auf einen echten Märchenprinzen; Henry von Wales, nur dass sich dieser eher als Kotzbrocken herausstellt. Es beginnt eine eisige unterschwellige Feindschaft, welche ihren Höhepunkt auf der Hochzeit von Prinz Phillip findet. 

Prinz Henry und Alex müssen Schadensbegrenzung leisten um die Gemüter in beiden Ländern zu beruhigen, womit die Geschichte ihren Lauf nimmt. 

Es kommt schließlich wie es kommen muss: Alex und Henry freunden sich an und werden ziemlich schnell eine wichtige Anlaufstelle, wenn im Leben was schief geht. Sie werden Freunde, Vertraute und schließlich Liebhaber. Doch ein Prinz ist nicht schwul und der Sohn der Präsidentinnen wird unter keinen Umständen einen Sexskandal kurz vor den Wahlkampf provozieren. Oder doch? 

 

Kritik: 

Als ich im letzten Jahr das erste mal auf dieses Buch aufmerksam wurde, war mein erster Gedanke: WOW, wirklich tolle Idee. Das musst du unbedingt lesen. Dass das Buch hier zu Lande erst im April erschien hat mich wirklich wahnsinnig gemacht. Ich konnte es kaum erwarten, die Geschichte um einen englischen Prinzen und einen Präsidentinnensohnes zu lesen.

Meine Vorstellungen und Erwartungen um dieses Buch waren dementsprechend immens hoch. Aber ich wurde nicht enttäuscht. Diese Buch ist für mich absolut gelungen und konnte mich noch mehr überzeugen als ich es überhaupt erwartet habe. 

Ich habe gedacht es wird eine seichte, einfache Liebesgesichte um einen Prinzen und einen Sohn des Weißen Hauses. Ich habe in keiner Sekunde mit Casey McQuistions intelligenter Schreibweise und einer sehr durchdachten Story gerechnet. 

Die großartigen Charaktere sind sympathisch und man fasst Alle sofort ins Herz. Alex und auch Henry passen für mich wie die Faust aufs Auge und es hat unglaublich viel Spaß gemacht die beiden interagieren zu sehen. Von Anfang bis Ende konnte man eine innige Verbindungen zwischen den beiden spüren, von der man nicht Genug bekommen konnte. Ob es die Gespräche zwischen den beiden waren oder auch nur die Mails, welche sie regelmäßig austauschten. In all ihrem Tun war so viel Gefühl, dass es einen fast zum weinen brachte. Ich habe beide absolut geliebt. 

Genau wie die Gesichte an sich. Auch ich habe im Jahr 2016 vor dem Bildschirm gesessen und die Präsidentschaftswahlen verfolgt und konnte einfach nicht glauben was da passierte. Casey McQuiston liefert uns hier eine romantisierte Version dessen, was vielleicht hätte anders sein können. Damit will ich nicht sagen, dass Hilary Clinton so viel geeigneter als Präsidentin gewesen wäre, aber ich bitte euch? Alles ist doch besser als dieser rassistische, sexistische Trottel jetzt. 

 

 

 

„2016, vor vier Jahren standen wir als Nation am Rande eines Abgrunds. Es gab diejenigen, die gern gesehen hätten, dass wir rückwärts stolpern, in Hass und Bösartigkeit und Vorurteile, die tief in der Seele unseres Landes alte Funken der Spaltung wieder anfachen wollten.

Ihr habt Ihnen direkt in die Augen geblickt und gesagt: Nein, das tun wir nicht.“ 

Zitat Seite 453

 

Ich wünschte so wäre es auch in der Realität gewesen. Doch leider ist es anders gekommen und ich fand, dass man die Enttäuschung auf den Ausgang der Wahlen 2016 von der Autorin in jedem einzelnen Satz spüren konnte. Die Geschichte wird im Jahre 2019 / 2020 erzählt und sie versprüht Hoffnung, Hoffnung dass das Volk von Amerika dieses Mal klüger handelt als es es damals getan hat. Und auch ich habe diese Hoffnung, denn diese stirbt ja bekanntlich zuletzt. 

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