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Rezension – Berühre mich. Nicht.

 

Warnung: 

Diese Rezension enthält Spoiler!

 

Inhalt:

Sage befindet sich auf der Flucht. Noch am gleichen Tag, als sie achtzehn geworden ist, verlässt sie ihr verhasstes Elternhaus und flüchtet ans andere Ende der USA. In Nevada, Melview angekommen kann sie jedoch noch immer nicht ihre Angst vergessen und leidet unter ständigen Ängsten und Panikattacken. Sage`s Angst bezieht sich hauptsächlich auf das männliche Geschlecht. Sie erträgt keine Nähe und schon gar keine Berührungen von einem Mann. Doch nun in Melview soll für sie alles besser werden. Jedoch stellt sich für Sage raus, dass ohne Geld und familiärer Unterstützung ein Leben sehr hart sein kann. Schlafen tut Sage in einen alten VW, sie hat kaum Geld für Essen und Schulbücher. 

Rettung naht in Form von April, ein Mädchen mit welchen sich Sage schnell anfreundet. Sie unterstützt Sage mit etwas Essen und bald auch mit einen Schlafplatz. Sage will ihre Heimat und die damit verbundenen Erinnerungen hinter sich lassen. Helfen soll dabei auch eine Psychologin, doch bald muss Sage feststellen, dass die Vergangenheit nicht so einfach zu vergessen ist und was ist, wenn die Vergangenheit nicht vergessen werden will? 

Kritik:

Sage ist ein sehr ängstlicher Charakter gewesen und um so mehr man über ihre Vergangenheit erfährt um so mehr versteht man sie. Ich hatte sehr viel Mitleid mit ihr und man kann fast spüren wie verzweifelt Sage in ihrem Elternhaus gewesen sein muss. Einen Polizisten als Stiefvater, welche seine kleine Stieftochter sexuell missbraucht, schlägt und erpresst. Das Sage so schnell wie möglich dort verschwindet ist absolut verständlich und niemand, der solche Erfahrungen nicht gemacht hat kann verstehen, welche Ängste in Sage wirklich vorgehen. Sie selbst weiß, dass nicht alle Männer wie ihr Stiefvater sind und doch kann sie die Angst nicht unterdrücken. Die Rückblenden in welche Sage immer wieder verfällt und uns so ihr Erinnerungen zeigt, waren erschütternd und ich kann absolut nachvollziehen, warum Sage solch eine Angst vor Männern hat. 

Luca ist ein Traum von einem Mann. Er ist sexy, klug und liebenswürdig. Auch er will Sage beschützen auch wenn er noch nicht weiß wo vor. Luca war für mich ein absoluter Traummann und ich hätte mir gewünscht, dass Sage über ihren Schatten gesprungen wäre und ihm die Wahrheit über ihre Ängste erzählt hätte. Leider tut sie das nicht und auch wenn man weiß, dass es die richtige Entscheidung wäre, kann man verstehen warum sie es nicht tut. Sage hat etwas erlebt worüber man nicht einfach reden kann, dazu gehört sehr viel Vertrauen. Und selbst wenn dieses Vertrauen aufgebaut ist, denke ich, ist es immer noch schwer über solche Erfahrungen zu sprechen. 

Man kann sagen, dass Sage feige ist und jeder Leser hätte sich wohl gewünscht, dass sie sich endlich jemanden anvertrauen würde und dieses Monster bestraft wird. Aber wie schon gesagt, ich denke das ist wirklich nicht einfach auch wenn in uns Lesern alles nach Gerechtigkeit schreit. 

Der Schreibstil von Laura Kneidl ist flüssig, so dass die Seiten nur so dahin fliegen. Ich fand dies war ein sehr emotionales Buch und Sage Rückblicke fand ich fast verstörend.

Fazit:

Ein gelungenes Buch mit einem sehr sehr ernsten Thema. Von mir gibt 4 von 5 Herzen. 

 

Andere Infos:

Autorin: Laura Kneidl

Verlag: Lyx -Verlag

Seitenanzahl: 462

Erscheinungsdatum: 26.10.2012

Kaufoptionen: Lyx oder Amazon

 

Einschätzung in Kategorien: 

Liebes_Faktor: 3/5

Herzschmerz_Faktor: 4/5

Spannungs_Faktor: 4/5

Fantasy_Faktor: 0/5

Grusel_Faktor 0/5

 

Gesamtbewertung: 

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