Allgemein,  Rezension

Rezension – Paper Passion – Erin Watt

Cover: 

Das Cover des vierten Bandes der Paper-Reihe, ist im gleichem Stile wie auch  schon seine Vorgänger gehalten. Man kann ein violettes, glitzerndes Zepter erkennen, was viele Interpretationen möglichen machen, wenn man das Buch zu Ende gelesen hat. Aber dazu später mehr. 

 

Inhalt:

Im vierten Band der Paper-Reihe ist unser Hauptprotagonist kein Geringerer als  Easton Royal. Der kleine Bruder von Reed und Gabriel, aber der ältere von Sawyer und Sebastian. Das typische Mittelkind, was zu wenig Aufmerksamkeit bekommt, sich einsam fühlt und seine Probleme mit Alkohol, Drogen und Frauen bewältigt. 

Die Geschichte setzt kurze Zeit nach dem dritten Band ein. Reed hat seinen Abschluss gemacht und ist nun am College. Ella ist die Queen der Astor Park, doch glücklich ist sie nicht, was Easton hauptsächlich an ihrem Essverhalten merkt. Nicht nur das Ella jetzt ohne Reed klar kommen muss, nein auch steht noch immer der Prozess von Steve, ihrem Vater, im Raum. Doch all diese Dinge, welche mich wirklich interessiert hätten, werden nur oberflächlich und am Rande erwähnt. In diesem Buch geht es schließlich um Easton, welcher gleich von Anfang in Schwierigkeiten gerät. Denn er hat nichts Besseres zu tun als sich mit seiner Mathelehrerin einzulassen und wird prompt vom Schulneuling Hartley, erwischt. 

Easton will Hartley schließlich für sich gewinnen, doch diese ist mal gar nicht an den verwöhnten Royal interessiert und möchte ihr letztes Schuljahr in Ruhe absolvieren. Immer wieder versucht Easton sein Glück bei ihr, und ist über das was er ihrer Nähe fühlt, vollkommen verwirrt. Und so tappt unser drittjüngster Royal von einen Fettnäpfchen ins Nächste. 

 

Kritik:  

Auch der vierte Teil der Paper-Reihe konnte mich, im Großen und Ganzen, überzeugen. Leider habe ich jedoch einige Kritikpunkte zu verzeichnen. Zum einen wäre da die Story an sich. Bei den ersten drei Bänden war von der ersten bis zur letzten Seite eine unglaubliche Spannung, so dass man das Buch kaum weglegen konnte. Bei Paper Passion kann ich dies leider überhaupt nicht sagen. Die Story konnte mich nicht packen und ich habe wirklich sehr lange gebraucht um das Buch durchzulesen. Die Charaktere Easton und Hartley konnte mich auch leider überhaupt nicht so mitreißen wie es Ella und Reed getan haben. Vielleicht lag es auch daran, dass von Easton so gar keine Spannung aus ging. Man wusste von Anfang an, dass er Hartley toll findet und sie in sein Bett haben will. Ich fand die Konflikte zwischen Ella und Reed wesentlich spannender. Auch Hartley war kein besonders gelungener Charakter, bzw. konnte ich sie nicht so sehr ins Herz schließen. 

Das Easton sich darüber beklagt ständig allein und einsam zu sein, konnte ich so gar nicht nach vollziehen. Ich hatte nämlich in den ersten Teilen nicht das Gefühl, dass die Brüder nicht zusammenhalten würden. Oder für einander da sind. Ich finde, dass zerstört so einwenig mein Bild von der Band als Brüder und wie sie alle durch dick und dünn gehen auch wenn sie sich manchmal in den Haaren haben. 

An sich mochte ich Easton auch mit seinem Haufen an Problemen. Nicht nur, dass er sein Temperament absolut nicht unter Kontrolle hat, nein er tut wirklich immer genau das Gegenteil von dem was gerade klug wäre. Was meiner Meinung nach gar nicht sein müsste, wenn er mal ab und an die Finger von der Flasche lassen würde. Viele Dinge wären in diesem Buch gar nicht passiert, wäre Easton zur Abwechslung mal nüchtern gewesen.

  

ACHTUNG SPOILER: 

 

Wie schon gesagt, konnte mich die Handlung nicht vollkommen packen, bis auf das Ende wo dann doch noch einige Überraschungen auf uns warten. Ich hatte schon die ganze Zeit so ein Gefühl, das Easton vielleicht etwas zu ähnlich unseren Steve`s sei. Dass nun angedeutet wird, dass Easton sein Sohn sein könnte, ist nicht zu weit hergeholt und ich könnte mir das, bei seinen Charaktereigenschaften  durchaus vorstellen. Ich bin mir nur nicht sicher ob ich das gut finden würde. Zum einen hätte Ella dann noch einen lebenden Verwandten, doch unsere fünf Royal-Brüder wären nur noch zu viert. Irgendwie. Ich bin mir nicht sicher wie ich das so finden soll. Ich hatte schon zu Beginn der Rezension gesagt, dass das Cover viele Interpretationsmöglichkeiten zulässt. Easton beton im Buch immer wieder, dass er fast alle Freiheiten der Welt hat, weil er ein Royal ist. Nun, da dies eventuell nicht mehr der Fall ist, könnte man sagen, das ihm das royale Zepter genommen wird. 

 

Fazit:

Für Paper Passion vergeben ich 3,5 Herzen. Ich bin gespannt was Teil fünf; „Paper Paradise“ für uns bereit halten wird. 

 

Andere Infos:

Autorin: Erin Watt

Verlag: Piper Verlag 

Seitenanzahl: 352

Erscheinungsdatum: 02.11.2017

Kaufoptionen: Piper Verlag oder Amazon

 

Einschätzung in Kategorien: 

Liebes_Faktor: 3/5

Herzschmerz_Faktor: 3,5/5

Spannungs_Faktor: 3,5/5

Fantasy_Faktor: 0/5

Grusel_Faktor 0/5

Gesamtbewertung: 

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